Flossing ist die Anwendung von elastischen Latexbändern, die zirkulär um Gelenke und Gewebe gewickelt werden. Ursprünglich entwickelt wurde das Flossing vom amerikanischen Physiotherapeuten und Crossfitness-Trainer Dr. Kelly Starrett. Nach der Weiterentwicklung im Therapie- und Leistungssportbereich zählt Flossing heute zu den führenden Trends in der Sportphysiotherapie und ist vielseitig einsetzbar. Sie dient vor allem der Steigerung der Beweglichkeit der Faszien sowie der Schmerzlinderung.

Bei der Behandlung wird ein elastisches Latexband (ca. 2m lang und 5cm breit), das sogenannte Flossband für ca. zwei Minuten mit Zug um eine Extremität gewickelt. Der auf das Band ausgeübte Zug ist abhängig vom Patientenempfinden und dem Behandlungsfortschritt. Die Spannkraft des Bandes komprimiert nun dabei das entsprechende Gewebe. Durch passive, assistive oder aktive Bewegungen werden die zusätzlich angesteuert. Durch den Druck auf die Haut werden Mechanorezeptoren stimuliert, Gewebsschichten aneinandergepresst und verschoben, die alte Gewebsflüssigkeit „ausgepresst“ sowie der venöse Rückfluss unterbrochen und die arterielle Versorgung gehemmt. Nach der Lösung des Flossbandes sollten die Schmerzen spürbar gelindert und die behandelten Körperteile deutlich beweglicher sein. Alle Flossband-Therapien haben leider gemeinsam, dass sie von vielen Patienten als recht unangenehm empfunden werden.